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Ökologie

Jede Nationalstrasse stellt eine massive ökologische Barriere dar. Keine Bepflanzung und Gestaltung kann das ändern. Deshalb ist im Projekt N4 Knonau vorgesehen, im unmittelbaren Fahrbahnbereich (Innenseite der Lärmschutzmassnahmen) die Pflanzen nach ihrer "bildnerischen Erscheinungsform", also nach ihrem Aussehen, nach ihrer Farbentwicklung auszuwählen.

Ökologische Längsverbindung
Die landschaftsorientierten Aussenseiten der Böschungen hingegen werden vielfältig und naturnah bestockt, in Gleisnähe entsprechend den Richtlinien der SBB, in den schützenswerten Bereichen entsprechend den Anliegen der Fachstelle Naturschutz. Somit entsteht mittelfristig zumindest ein ökologisch interessantes Verbindungselement.

Im Bereich des Rastplatzes verschwinden Lärmschutzwall und -wand beidseitig hinter naturnaher Heckenvegetation.
In Längsrichtung gesehen entsteht damit ein weiteres Element für eine ökologisch vernetzte Pflanzen- und Tierwelt.
Vogelschutz eingeätzt
Alle Glaseinsätze werden gegen Vogelschlag mit den vom Vogelschutz empfohlenen eingeätzten Vertikalstreifen versehen.

Aufwerten statt zudecken
Zwischen Hirzrain und Binzmatte hat sich in den letzten Jahren eine ausgedehnte, sehr magere und dementsprechend schützenswerte Böschung gebildet. Die ursprünglich (Projekt 97) vorgesehenen Lärmschutzmassnahmen hätten diesen Bereich von der Nationalstrasse her auf einer Breite von 6 m überschüttet. Neu vorgesehen ist jetzt eine trocken gefügte Blocksteinmauer (mit Sandlinsen als Reptilienlebensraum), mit der die nötige Höhe erreicht werden wird.

Die bestehende Magerwiese (oben) soll nicht nur vor der Überschüttung gerettet, sondern auch als Gesamtlebensraum erweitert und im ökologischen Sinn verbessert werden - mit Hilfe einer Trockenmauer (unten).
Die neu geplante Trockenmauer ist Stütze für den erhöhten Wall (Mitte links) und ersetzt die vorgesehene Überschüttung der Trockenböschung (rechts).
Eine Trockenmauer wie diese kann sich mit der Zeit zum Lebensraum für spezielle, Wärme und Trockenheit liebende - Pflanzen- und Tierarten entwickeln.

Revitalisierung voraussichtlich "gestorben"...
Als eine weitere ökologische Ausgleichs- und Ersatzmassnahme wurde vorgeschlagen, den eingeengten Gfängbach zwischen seiner Unterquerung der Kantonsstrasse und dem Einlauf gegenüber der SBB-Station auf einer Länge von rund 360 m zu renaturieren. Leider konnten die Verhandlungen beim Landerwerb bisher zu keinem positiven Abschluss geführt werden.

Als naturnahes Gewässer wäre ein revitalisierter Gfängbach eine schöne Ergänzung zum Trockenstandort (siehe oben).

 
Illustrationen: EBP / A. Erni (Grafiken), Fachstelle Naturschutz ZH / E. Temperli (Fotos, ©)
 
Konstruktion 
Landschaftsbild 
Bahnstation und Unterführung 
Nutzen und Kosten 
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